Um diese Fragen ging es beim Fachtag „Bienen an die Schulen“, zu dem das Schulbiologiezentrum Hannover am 19.05.2026 passend zum Weltbienentag eingeladen hatte. Auch das JKG war als Best-Practice-Beispiel vertreten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der fachliche Austausch, spannende Vorträge und praktische Anregungen für Schulen, die sich für Bienenhaltung, Schulgartenarbeit und nachhaltiges Lernen interessieren. Besonders interessant war das Impulsreferat der Imkerin und Bienenpädagogin Undine Westphal zum Mehrwert von Bienen an Schulen. Darüber hinaus zeigten verschiedene Best-Practice-Beispiele, wie vielfältig Bienenprojekte in Bildungseinrichtungen umgesetzt werden können.
In vielen Gesprächen wurde dabei deutlich, wie groß das Interesse vieler Schulen an eigenen Bienenprojekten ist – und wie wertvoll konkrete Erfahrungen aus der Praxis sind. Neben Gelingensbeispielen wurden auch Stolpersteine sowie Fragen der Betreuung, Organisation und Finanzierung offen angesprochen. Gerade dieser ehrliche Austausch machte den Fachtag besonders gewinnbringend. Das JKG konnte viele andere Schulen für das Thema Schulimkerei begeistern und zugleich selbst neue Ideen aus den Projekten anderer Schulen mitnehmen.
Als Experte eingeladen wurde das JKG, weil unsere Schule bereits seit 2020 eine eigene Schulimkerei betreibt. Diese ist inzwischen ein fester Bestandteil unseres Schullebens und zugleich ein zentraler Baustein des zweijährigen Forscherprofils in den Jahrgängen 5 und 6. Die Forscherklasse hat einmal pro Woche eine zusätzliche Doppelstunde, in der die Schülerinnen und Schüler die Tätigkeiten von Imkerinnen und Imkern kennenlernen und im Laufe des Schuljahres – mit Unterstützung eines erfahrenen Imkers – immer mehr Arbeiten selbst übernehmen. Höhepunkte sind dabei natürlich immer wieder die spannenden Honigernten, die das (im wahrsten Sinne des Wortes) kostbare Produkt der harten Arbeit greifbar machen. Ergänzt werden diese Erfahrungen durch ein Projekt zu Wildbienen, in dem die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der Artenvielfalt und ihrer Bestäuberleistung kennenlernen und dann u.a. durch den Bau von Nisthilfen aktiv Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen.
Aus der Schulimkerei und den begleitenden Wildbienenprojekten ist am JKG über die Zeit weit mehr geworden als ein einzelnes Projekt. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir als Schule schon seit Jahren einen sichtbaren Beitrag zu nachhaltiger Bildung und praktischem Naturschutz leisten können. Der selbst geerntete Honig und die aus eigenem Wachs hergestellten Kerzen werden traditionell vor Weihnachten in der Schule verkauft. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen diese Gelegenheit, um Honig als Geschenk für Eltern, Großeltern oder andere Verwandte zu kaufen. So ist die Schulimkerei inzwischen zu einer beliebten Tradition geworden, die Lernen, Nachhaltigkeit und Schulgemeinschaft auf besondere Weise verbindet.
Und so hat auch der Fachtag im Schulbiologiezentrum wieder eindrucksvoll gezeigt, wie viel Potenzial in Bienenprojekten steckt: Sie ermöglichen praktisches Lernen, fördern Verantwortungsbewusstsein und machen ökologische Zusammenhänge unmittelbar erfahrbar. Dass das JKG hier bereits seit Jahren Erfahrungen sammeln und weitergeben kann, ist für uns eine große Freude und zugleich Ansporn, diese Arbeit weiterzuführen.
Wir danken dem Schulbiologiezentrum Hannover und insbesondere Frau Heike Uphoff herzlich für die Einladung, die Organisation und das große Engagement!







