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„Kommt lasst uns helfen, es ist doch nicht schwer“

Benefizkonzert zugunsten der Partnerschule in Tansania, Teil 2

(Nils Timm | 23.03.2012)

Garbsen, 23.03.2012 - Am 21. März 2012 fand in der Aula das diesjährige Frühlingskonzert des Johannes-Kepler-Gymnasiums statt.

Die Besucher erwartete ein vielfältiges Programm unter dem Motto „Afrika“.

Der Chor unter der Leitung von Frau Sonnenberg begann mit dem Lied „Banuwa“. Nur durch das Gitarrenspiel der Chorleiterin begleitet, wurde die Darbietung durch die Einblendung von stimmungsvollen Landschafts- und Tierbildern untermalt.
Es folgten, durch weitere Chormitglieder unterstützt, die Lieder „Karibu“ und „I´m free“. Dabei zeigten die Sänger/innen auch tänzerisches Können.

Die Jazz-AG entführte die Zuhörer musikalisch mit den Titeln „Skokiaan“ und „Dunbar“ in die Schwarzenviertel Nordamerikas. Herr Hickmann nutze eine Umbaupause, um die Bedeutung der Musik für die Bürgerrechtsbewegung insbesondere unter Martin Luther King darzustellen.

Fast wie in der Oper fühlten sich die Besucher anschließend bei Sandra Botors Darbietung „Youkali“. Die ehemalige Schülerin des JKG ist ausgebildete Opernsängerin und wurde von Eva Schüttler am Klavier begeleitet. Im weiteren Verlauf des Abends trug sie eindrucksvoll noch „Malaika“ (Engel) und „Thula Baba“, ein Lied über einen afrikanischen Vater, der getrennt von seiner Familie, den gemeinsamen Unterhalt bestreiten muss, vor.

Die Musik-AG des 9. Jahrgangs spielte unter der Leitung von Frau Stoll und Herrn Struck „Arabia“, „Sunny“ und „Homecoming Song“.

Das Orchester des JKG schickte die Zuschauer mit „Siyahamba“, „Can you feel the love tonight“ und „The lion sleeps tonight“ in die Pause.

Wie gewöhnlich bei Veranstaltungen in der Aula, erwartete die Gäste dort ein leckeres Buffet und kühle Getränke. In der Mensa konnten die Besucher außerdem Bilder im Stil der Tinga-Tinga-Malerei aus Frau Schmidts Kunstunterricht (Klasse 6b) bewundern.

Linda und Kristina von der Tansania-AG beantworteten in der Pause Fragen zu dem von ihnen bereits vorgestellten Wohnprojekt in der Secondary School in TPC, Tansania.
In der 6.698,29 km entfernten Partnerschule liegt die Klassenstärke bei 60 bis 70 Kindern. Die Schüler haben teilweise 20 km Schulweg zu bewältigen. Einen Schulbus gibt es zwar, aber der Fahrer ist unzuverlässig. So kommt es vor, dass die Mädchen und Jungen nach Unterrichtsschluss – nachdem die Jungen Holz für´s Küchenfeuer gehackt, die Mädchen Töpfe und Eimer in der „Mensa“ gereinigt und alle gemeinsam ggf. den Rasen per Hand gemäht haben – den Heimweg nicht mehr schaffen und an der Straße schlafen müssen. Dabei kommt es immer wieder zu Übergriffen. Insbesondere die Mädchen haben Vergewaltigung zu fürchten.
Die Schüler müssen aufgrund der herrschenden Armut auch oft ihren Familien bei der Arbeit helfen und kommen dann manchmal bis zu einem Jahr gar nicht mehr zur Schule.

Auf dem Gelände der Schule sollen daher „Schlafhäuser“ errichtet werden. In den Gebäuden können neun Schüler übernachten (bei Doppelbelegung der Betten sogar bis 18). Das Konzept der Häuser wurde durch Schüler der Partnerschule und die FH Hannover entwickelt.

Die Spenden des Abends sollen vollständig diesem Projekt zugute kommen.
Darüber hinaus findet am 16. Juni 2012 zum ersten Mal der Asante-Lauf statt. Anmeldungen für diesen Spendenlauf werden ab dem 20. April 2012 durch die Tansania-AG des JKG entgegengenommen.
Pro gelaufenem oder gewalktem Kilometer soll ein Cent-Betrag gespendet werden.
Die Veranstaltung findet ab 11:00 Uhr auf der Bezirkssportanlage am Schulzentrum I, Planentenring 9 statt.



Nach der Pause zeigten Nicole und Nikolay ausdrucksvollen Show-Tanz.

„Er lebt in Dir“ wurde durch den Musikkurs Q2 tänzerisch und gesanglich dargestellt. Für den Auftritt wurde das Thema aus „Der König der Löwen“ auch mit entsprechenden Verkleidungen beeindruckend aufgeführt.

Demian Ewig und Bino Nolting spielten zusammen am Klavier symphonische Dichtungen von Edvard Grieg. Dazu wurden auch bei dieser Darbietung im Hintergrund Bilder aus Afrika eingespielt.

Zuletzt trug der Musikkurs von Frau Stoll ein selbst komponiertes und getextetes Stück vor. Mit „Matuma-Maini“ brachten die Teilnehmer ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass ihr Einsatz den Schülern an der Partnerschule im Bezirk Moshi die erforderliche Hilfe bringen wird.



Die Schülerinnen und Schüler haben das Frühlingskonzert durch ihre beindruckenden Beitrag zu etwas ganz besonderem gemacht. Es bleibt nur noch zu sagen: „Asante“ – ein herzliches Dankeschön für diesen tollen Abend!
Sandra Botor und Eva Schüttler erhielten ebenso wie die Lehrkräfte ein Dankeschön aus den Händen des Schulleiters, Herrn Schwandt.

Und wie im Lied des Musikkurses am Schluss zu hören war: „ ... kommt lasst uns helfen, es ist doch nicht schwer...“. Hoffentlich kommen genügend Spenden zusammen, damit das geplante Projekt realisiert werden kann.