Mit Speisestärke, Wasser und Lebensmittelfarbe entsteht der sogenannte Magische Brei: die Havelser Viertklässler Julia, Jellina, Nina und Sara experimentieren im Chemieraum des JKG. -- Foto: Lunitz
Garbsen, 14.03.2012 - Die Havelser Viertklässler können vom Chemieunterricht im Johannes-Kepler-Gymnasium nicht genug bekommen. „Machen wir noch mehr Experimente?“, fragten gestern einige Schüler nach gut einer Stunde praktischer Übungen. Die Kepler-Schüler aus der Chemie-AG von Lehrer Sebastian Mros hatten die Grundschüler zum Experimentieren eingeladen und zeigten ihnen spannende chemische und physikalische Phänomene – mitmachen war dabei ausdrücklich erlaubt.
Die Grundschüler vermischen Speisestärke und Wasser zu einem Brei, der mal fest, mal flüssig reagiert. Sie verbrennen Teebeutel zu einer aufsteigenden Rakete, und Geheimtinte wird erst durch Zugabe von Jod sichtbar.
Anleitung für diese Experimente geben ihnen Kepler-Schüler – für viele eine neue Erfahrung. „Es ist schon ein komisches Gefühl zu unterrichten. Aber es macht Spaß“, sagt Katrin Röhrbein (15). „Die Schüler übernehmen damit Verantwortung und wecken das Interesse für Naturwissenschaften“, erläutert Chemielehrer Sebastian Mros.
In einer Arbeitsgruppe haben die Gymnasiasten die Experimente vorbereitet und sich überlegt, wie sie den Stoff vermitteln wollen. Innerhalb von sechs Wochen hatten sie jetzt fast alle Viertklässler aus Garbsen zu Besuch. „Wir wollen den Kontakt zu den Grundschulen stärken und den Kindern den Übergang auf die weiterführenden Schulen erleichtern“, sagt Direktor Dieter Schwandt. bf